Denn sexualisierte Gewalt ist auch ein gesellschaftliches Problem. Die Angst vor Vergewaltigung und das Erleben von sexualisierter Gewalt prägen den Alltag zahlreicher Frauen und Mädchen. Sexualisierte Gewalt verletzt Menschenrechte, so v.a. das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung sowie das Recht auf freie Persönlichkeitsentfaltung und auf die Unantastbarkeit der Würde. Sexualisierte Gewalt an Frauen und Mädchen wurzelt in gesellschaftlichen Strukturen und Rollenbildern, die auch heute noch die Benachteiligung von Frauen gegenüber Männern untermauern.
Es gibt zahlreiche Vorurteile und Mythen über Vergewaltigung. Allen Vorurteilen gemeinsam ist: Sie schützen die Täter und beschuldigen die Opfer. Vorurteile und Schuldzuweisungen drängen betroffene Frauen und Mädchen zum Schweigen und sie schneiden die Opfer von Hilfen ab - oftmals zu Lasten ihrer Gesundheit und Sicherheit.
Ziel unserer Öffentlichkeitsarbeit ist es daher, über Ursachen, Ausmaß und Folgen von sexualisierte Gewalt zu informieren, bestehende Vorurteile gegenüber betroffenen Frauen abzubauen und präventive Maßnahmen gegen sexualisierte Gewalt in der Gesellschaft anzuregen. Wir informieren ebenfalls über die Beratungsstelle, bestehende Hilfsangebote und Opferrechte und wir geben entsprechenden Forderungen nach rechtlichen und sozialen Veränderungen Ausdruck. Maßnahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit sind z.B. Beiträge in Presse, Radio und TV, die Verbreitung von Informationsmaterial oder die Durchführung von Informationsständen und öffentlichen Veranstaltungen.
Zur Verwirklichung unserer Ziele sind wir mit Institutionen und in Arbeitskreisen vernetzt, die ebenfalls gegen Gewalt an Frauen und Mädchen tätig sind. (Klick zu Kooperation)